Über Motor-Block.com

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Motor-Block (Blog) Myself.

Dieser Motorblog begleitet mich bei meiner Arbeit für den Erhalt und die Weiterentwicklung von Oldtimern, US-Cars und Sportwagen.
Seit ich denken kann, repariere ich Sachen. Schon als Kind habe ich Mamas Staubsauger zerlegt und alte Fernseher oder Waschmaschinen vom Sperrmüll waren die besten Spielsachen, die ich mir vorstellen konnte. Als kleiner Junge bin ich in den Ferien dann auf dem Schiff meines Opas in den Maschinenraum gelangt. Von diesem Moment an war ich motorbegeistert und wollte den Maschinenraum nicht mehr verlassen.
Mein Talent Dinge zu reparieren war schon früh zu erkennen. Freunde und Bekannte sagten immer, wenn ich gerade wieder etwas zerlegt hatte, “das bekommst du doch nie wieder zusammen”. Solche Kommentare waren jedoch ein noch größerer Antrieb, als die eigene Neugier. So wurde alles zerlegt was interessant war, auch wenn eine Reparatur gar nicht notwendig war, und das Gerät perfekt funktionierte. Ich wollte  wissen wie das von innen aussieht oder wie es funktioniert. Einige Jahre später, als ich dann (mit 18) zum Thema Automobil kam, verschärfte sich das ganze. Mein erstes Auto wurde innerhalb kurzer Zeit zu einer Art James Bond Auto gemacht. Unzählige Schalter und Knöpfe, sowie sogar ein Röhrenfernseher wurden eingebaut.
Während meiner Ausbildung zum Handwerker habe ich dann noch einen Abstecher in die Luftfahrt gemacht. Damals gab es noch die von der Bundeswehr unterstützte Möglichkeit, seinen Flugschein in der JUGENDBILDUNGSSTÄTTE THEODOR WUPPERMANN auf der Nordseeinsel Juist zu machen. Da zu diesem Zeitpunkt für das Fliegen sehr viel Papierkram gemacht werden musste (was mir nicht liegt), blieb ich dann doch eher auf dem Boden der Tatsachen. Die Ausbildung aber bot eine Menge an Informationen zum Thema Motorentechnik. Zurück daheim startete ich dann meine ersten Tuningversuche mit deutschen Fabrikaten, bei denen meine gesammelten Informationen gleich ausprobiert wurden. Es stellte sich jedoch schnell heraus, daß die deutschen Ingenieure das verkaufte Material sehr gut an dessen Leistungsgrenzen gebracht hatten. Die damaligen Versuche mit leistungssteigernden Maßnahmen waren zu viel für das vorhandene Material. Nach einer Leistungsoptimierung von mehr als 20% gab die Serientechnik einfach auf. Ein Schlüsselerlebnis brachte die Lösung. Auf einem US-Car Treffen in der Nähe von Hannover fand ich Fahrzeuge, deren Leistung, im Vergleich zum Original, teilweise um 50% und mehr gesteigert werden konnte, ohne das Material zu killen. Ab da wurde meine Vorliebe zu den US-Cars geweckt. Natürlich auch wegen der Laufruhe und dem Sound.

Die amerikanischen “Konstrukteure” waren zu der Zeit noch immer auf dem Stand einfach das Material 3x so stark zu wählen als erforderlich. Dieser Umstand brachte natürlich jede Menge an Reserven mit sich, womit eine Leistungssteigerung “haltbar” gemacht werden konnte. Diese optimale Situation relativierte sich dann später, als ich herausfand, dass die Leistungsangaben auf dem besagten US-Car Treffen, mehr als großzügig angesetzt waren. Der Unterschied zwischen Katalog PS (ich addiere mal das was pro Zubehörteil an Leistung dazu kommt) und der realen Leistung war gravierend. Trotzdem hatten die US- Motoren reichlich ungenutztes Potenzial.
Einmal in die Szene eingetaucht, dauerte es natürlich nicht lange, bis ich den ersten Kontakt zu den Dragracern bekam. Diese benzinverrückten Menschen konzentrierten sich auf ein einfaches Problem: Wie komme ich aus dem Stand schnell über die Distanz von 402.33 Meter. Das war mal ne geile Sache. Mein damaliger US-Teiledealer war Rennfahrer beim Dragracing und besaß die Dreistigkeit mich auf ein Event mitzu-nehmen.
Ab da begann für mich ein neues Zeitalter, ich war zu Hause angekommen. Seit diesem Tag bin ich auf vielen Rennen in Europa und den USA gewesen, als Teilnehmer habe ich mehrere Titel und Pokale mit nach Hause bringen können, als Zuschauer bin ich immer noch fasziniert was meine Kollegen auf die Strecke bringen. Heute versuche ich mein erlangtes Wissen zu teilen und noch weiter Erfahrungen zu sammeln.
Leider kann ich seit einer schweren Krankheit 2008 selbst nicht mehr fahren, aber im Fahrerlager ist meine Unterstützung immer willkommen. Auch wenn es nur darum geht eine Theorie zu einem Problem zu diskutieren. Der US-Car- und Oldtimer Szene bin ich ebenso aktiv erhalten geblieben und helfe auch dort wie und wo ich kann.

Hier auf diesem Motorblog sammel ich einige Berichte zum Thema, damit mein Wissen nicht in der Schublade verstaubt. Allerdings weise ich vorsichtig darauf hin, meine Sichtweise kann falsch sein. Im Rennsport habe ich gelernt, dass sich physikalischen Gesetze manchmal umdrehen und nicht immer so scheinen wie sie sind. Habt ihr andere Erfahrungen gemacht und gesehen dass ich falsch liege, gebt mir bitte die Information weiter und setzt einen Kommentar oder schreibt mir eine Mail.

Um mit den Worten eines guten Mechanikerfreundes zu sprechen “Unter Last ist alles anders”.

 

23 thoughts on “Über Motor-Block.com”

  1. Moin, habe mir vor kurzem einen Chevy malibu zugelegt, Bj 1978.

    Was für endtöpfe bringen den kleinen schön zum blubbern? 😉
    Is mein erster oldi.

    1. Hi Basti, schau mal ob du Auftermarket Töpfe vom 77er Pontiac Trans Am bekommst. Zusammen mit einer Doppelrohr Auspuffanlage und
      Gusskrümmern bekommst du damit einen schönen bollernden Klang. (auch ohne viel PS :-B)

  2. Hallo, ich such einen Ford Windsor 351 Motorblock, evtl mit Kurbeltrieb oder Stroker. Neu oder gebraucht oder Hinweise auf Firmen welche Motoren/Teilmotoren anbieten.Danke Thomas

  3. Hier gibt es einen User, der einen Ford 5.0 HO auf Vergaser umgebaut hat.

    Das gleiche liegt auch bei mir an.

    Ich habe zudem noch einen Scat 331 Stroker Kit in OVP.
    8x Mahle Kolben
    1x Kurbelwelle
    1x grosse Ölwanne

    Habe den Mustang komplett mit den 5.0 HO und dem 331 Stroker Kit in USA gekauft.

    Was ist genau zu beachten…

    Grüsse aus Bayern
    Oliver

    1. Hallo Oliver,
      der Große Unterschied liegt im Benzinsystem. Wenn du das Einspritzersystem verwendest ist der Benzindruck zu hoch für einen Vergaser.
      Also musst du die Benzinpumpe tauschen.
      Was für ein Baujahr hat dein Auto ?

          1. Hallo Doc,

            es gibt Unterschiede von den 5.O HO Baujahre…meiner ist von 1995, hier verläuft hinten an beiden Köpfen ein Rohr mit Abgang in jeden Kopf.
            Ist das verschließbar ? Oder ist es erforderlich 2 neue Köpfe zu kaufen ohne diese Eingänge für Wasser denke ich? Bzw. nicht von Bedeutung ?
            Der 5.0 HO Baujahr 1992 hat das nicht !
            Grüsse
            Oliver

  4. Hallo,
    gerade diese Seite/Blog entdeckt.
    Klasse Seite. Bin seit gestern gaaanz stolz einen 1986er F150 315W 4V HO mit 4WD zu haben.
    Mach weiter so, werde bestimmt öfter hier vorbeischauen.
    Gleich Vorneweg, der Öldruck ist auf dem Weg (nach kauf) sehr stark abgefallen obwohl genug Öl drin ist. Wo liegt denn der Öldruckschalter ??
    Bis bald mal wieder und ein
    netter Gruß

    HEinz

    1. Hallo Heinz, es gibt da zwei Arten von Sensoren. 1x Schalter und einmal Sensor (der ist größer).
      Diese Liegen bei den Fords entweder vorne neben dem Steuergehäuse oder Hinten am ende der Ansaugspinne.

  5. Servus Gemeinde,

    ich selber habe mich noch nie mit der amerikanischen Art der vierrädrigen Fortbewegung befasst, bin aber von einem Freund gebeten worden etwas zu recherchieren und ich fürchte ich könnte auf den Geschmack kommen …
    Aber erstmal zum ernsten Teil:
    Ein guter Freund hat einen Motor und ein Getriebe liegen, beides soll überholt worden sein und aus einer älteren Corvette stammen.
    Ich habe von dem Motor ein paar Fotos gemacht und auch ein paar Zahlencodes gefunden, ebenso am Getriebe.
    Vielleicht kann mir jemand bei der Zuordnung helfen, der Motor soll auch verkauft werden da er Platz für ein anderes Projekt braucht.

    Also, Motor : 27 GM 39 700 10, zudem weiter oben 4830, und nochmal an anderer Stelle an der Lichtmaschine 11 03088 5 VA oder 5A , darunter 1F (oder P) 2 12VNEG
    Getriebe: GM 36 6260233, darüber nicht zu identifizierende Zeichen, sieht aus wie OU … .

    Ich wäre schwerst begeistert wenn ich Informationen erhalten könnte, gerne auch direkt per mail, was es mit diesen beiden Brocken auf sich hat und wenn wir sie wieder ihrer Bestimmung zuführen könnten.

    Achja, die beiden Ventildeckel sind hochglanzpoliert/verchromt, ebenso Luftfilter, auf den Ventildeckeln steht SPECTRE PERFORMANCE.

    Allerherzlichsten Dank im Voraus.

    Thomas Waldhorn
    th.waldhorn@icloud.com

    1. Hallo Thomas, sorry für die späte Antwort aber ich habe deinen Kommentar übersehen.

      Ich schicke dir mal eine eMail und dann schaue ich ob ich dir weiterhelfen kann.

    2. Hallo also deine Block nummer 3970010 ist laut Liste

      http://www.motor-block.com/chevrolet-small-block-gussnummer-identifikation.html

      aus den Baujahren 69-79 302/350 car & Truck 2 & 4-Bolt Most common den gibt es sowohl als 2 Bolt als auch 4 Bolt.
      Der Block wird gerne als Basis für Tuning verwendet und der Motor hat auf den Bildern auch bereits FEL-Pro Dichtungen eingebaut, war also schonmal offen.
      Nach dem Balancer zu urteilen halte ich den für einen 302, kann aber auch ein 350 CUI sein.
      Das Markierungsblech für den Zündzeitpunkt stammt jedenfalls von den früheren(stärkeren) Motoren.
      Auch der Kontakt-Verteiler und das Ölrohr ist eher Typisch für Corvette und die 69-72er Jahre.

      Mann solle den Motor auf jedenfall Zerlegen und Prüfen, allein schon weil da wohl schon die Zylinderkopfschrauben ausgebaut wurden (fehlen auf dem Bild).

      Die Köpfe kann ich so nicht identifizieren, dafür muss ein Ventideckel abgenommen werden. Die Gußnummern sind alle erhaben und nicht eingeschlagen.
      Ich habe die passenden Listen jetzt einmal Hochgelanden:
      http://www.motor-block.com/zylinderkopf-gussnummer-identifikation-chevy-small-block.html

      Dein Getriebe ist jedenfalls definitiv ein TH350
      http://www.motor-block.com/getriebe-identifikation.html

  6. Guten Tag,
    nach langem intressiertem Lesen auf diesen Seiten viel mir wieder mein Vergaserproblem ein, daß ich genervt weit von mir geschoben hatte.
    Es ist ein Holley 4000 Teapot Vergaser, gehört zu einem Lincoln Premier 1956.
    Ein neuer Teilesatz war schnell gekauft, nur ob ich alles richtig gemacht habe und ob noch verschiedene Teile defekt sind kann ich nicht überprüfen und finde hier im Saarland niemand mit Ahnung. Versand nach Amerika viel zu hoch.
    Nun meine Frage : Wo könnte ich ihn hinschicken zur Überprüfung, Reparatur und vielleicht weiterer Teilebeschaffung ?
    Viele haben sicher gute und schlechte Erfahrungen gemacht mit Vergaserüberholungfirmen.
    Kaltstartbox fehlt, es wurde viel Murx gemacht in den 60 Jahren.
    Vielen Dank im Voraus
    Frank Nicola

  7. Hallo ihr v8 Liebhaber Ich Schraube seit über 30 Jahren an Amis Neuaufbauten umbauten usw Das Fachwissen und Kompitens von Doc Snyder ist fenominal hab mit ihm einige Motoren gemacht alle laufen Super und Proplem los Danke Doc

  8. Hallo zusammen. Alls ersten ein dickes lob an euch, super Forum.

    Ich habe Problem meine Motoren Nummern zu entschlüsseln. Könnt ihr mir weiter Helfen ??

    Bin stolzer Besitzer eines Chevrolet C10 Jahrgang 1971

    Casting nummer ist
    397001
    Die Nummer sagt mir ja den Jahrgang und Grösse des Motors

    Aber wie kann ich diese Nummern entschlüsseln ?
    11S131423 / V0112000
    Sind vorne Links bei der Wasserpumpe.

    Vielen Dank im Voraus

    Flavio

    1. Hallo Flavio,

      bei den eingeschlagenen Nummern handelt es sich um Seriennummer und Teilenummer aus der Produktion.
      Diese Nummern sind fortlaufend und setzen sich aus verschiedenen Zahlenreihen und/oder Buchstaben zusammen.
      Ein Entschlüsseln ist hier sehr aufwändig, da es meistens auch kaum noch Unterlagen dazu gibt.
      Dazu kommt , dass einige US-Motorenbauer aus diese Nummern bei der Revision auf Ihren eigenen “Code” ändern.

      Es gibt auch nur noch selten Bücher zu diesem Thema, hier ein Beislpiel:

      http://www.mre-books.com/chevy/engines/parts_interchange/index.html

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